Farbradierungen Horst Janssen

Werke von Horst Janssen aus der Sammlung Ralf Mohr

25. November 2021 - 20. Februar 2022

 

©VG Bild-KUNST, Bonn 2021

Der Hamburger Künstler Horst Janssen (1929 – 1995) gilt dank seiner einzigartigen Zeichnungen, Aquarelle, Radierungen, Holzschnitte und Lithographien als einer der berühmtesten und produktivsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Zudem trat er auch als Fotograf und Plakatkünstler in Erscheinung. Die städtische Galerie in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahre 1768 in Neuwied zeigt vom 25. November bis 22. Februar 2022 dessen beeindruckende Farbradierungen aus der Sammlung Ralf Mohr. 

©VG Bild-KUNST, Bonn 2021
©VG Bild-KUNST, Bonn 2021

Janssen fand ab Mitte der 1950er Jahre zu einer eigenen Bildsprache, mit der er seinem Sarkasmus und seiner Gesellschaftskritik Ausdruck verlieh. Um den Zeitgeist kümmerte er sich nicht. Der realistische Malstil, mit dem sich Janssen zu einer Zeit ausdrückte, in der die Abstraktion und das Informelle in der Kunst Gewicht hatten, zeugt von seinem Selbstbewusstsein als Künstler. Janssens Ruhm wuchs beständig. 1968 nahm er mit seinen Arbeiten an der Biennale in Venedig teil und erhielt dort den Graphikpreis, 1977 präsentiert er seine Werke bei der Dokumenta 6 in Kassel. Es folgten Ausstellungen in aller Welt. Arbeiten von Horst Janssen hängen unter anderem im Pariser Centre Pompidou, im Museum of Modern Art in New York und in der Kunsthalle Hamburg. Im Jahr 2000 wurde in Oldenburg das ihm und seinen Werken gewidmete Horst-Janssen-Museum eröffnet. 

„Die StadtGalerie Neuwied ist stolz, nun eine der umfangreichsten und vollständigsten Sammlung dieses Künstlers präsentieren zu können“, erklärt Galerieleiterin Benita Roos. Gezeigt werden neben den limitierten Exponaten auch Widmungsexemplare, Abzüge von Farbplatten sowie Zustands- und Probedrucke, an denen das aufwendige und handwerklich sehr anspruchsvolle Prozedere zur Herstellung von Farbradierungen veranschaulicht wird. Ergänzt wird die Ausstellung durch den anlässlich einer Anfrage des renommierten Weinhauses Mouton Rothschild gefertigten und aus 17 Exponaten bestehenden Radierzyklus „Caprice 2 – Kapriolen zu einem Weinetikett des Baron Phillipe de Rothschild“. 

Der Flyer zur Ausstellung.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung finden Sie hier.


StadtGalerie

in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahr 1768

Schlossstraße 2, 56564 Neuwied (für Navis: Deichstraße 1)
Infos und Anmeldungen unter 02631/20687 oder 02631/ 802-494
Opens window for sending emailEmail

 

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Freitag14 - 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag12 - 18 Uhr
Gruppen nach Vereinbarung

Bitte folgende Corona-Regeln beim Besuch der StadtGalerie beachten: Ein Besuch ist nur nach der 2G-Regel und einer Kontaktdatenerfassung möglich. Des Weiteren gelten die aktuellen Hygieneregeln.

Eintrittspreise:

Erwachsene5 Euro
Kinder ab 12 Jahren2 Euro
Erm. Eintritt Erwachsene
(siehe unten)
4,50 Euro
Gesonderte Preise für Gruppen

Erm. Eintritt für Erwachsene wird gewährt für Schüler/innen (ab 18 Jahre), Auszubildende, Studierende, FSJler, Bundesfreiwilligendienstleistende und Schwerbehinderte (ab 50 %). Die Vorlage eines Ausweises ist notwendig. Schwerbehinderte, die der Notwendigkeit ständiger Begleitung bedürfen (im Ausweis eingetragen „B“), zahlen bei Vorlage des Ausweises den ermäßigten Kartenpreis. Die Begleitperson ist frei.

Die StadtGalerie Neuwied in der ehemalige Mennonitenkirche aus dem Jahr 1768 wurde Ende April 2019 erneut mit dem Zertifikat "Barrierefreiheit geprüft" teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung ausgezeichnet. Hier finden Sie den Prüfbericht. 
 
Zugänglichkeit
• ebenerdiger Eingang
• barrierefreie Erreichbarkeit aller Räumlichkeiten
• Personenaufzug 
• ausreichender Abstand zwischen den Exponaten für Rollstuhlfahrer
 
Behindertentoilette
• im zweiten Obergeschoss
 
Sitzgelegenheit
• in allen Ausstellungsräumen vorhanden

Behindertenparkplatz
• 2 Behindertenparkplätze in direkter Nähe der StadtGalerie